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Dieses Modul ist mit einer 58 pol. EFS-Buchsenleiste ausgerüstet.

Dieses Modul wurde etwa im vierten Quartal 1988 entwickelt. Nachnutzungsberechtigte für diese Lösung waren Betriebe und Einrichtungen. Auch andere multivalente Lösungen des VEB MPM waren nur für o.g. Nutzer bestimmt. Dieses Modul wurde in keiner offiziellen Verkausliste geführt. Im Verzeichnis der dritten Auflage zur Anwendersoftware wird es erwähnt.
Diese PIO-Leiterplatte stellt als Erweiterung des KC85-Systems zusätzliche Ein- und Ausgabeleitungen zur Verfügung..
Sie fügt sich in das Modulkonzept des KC 85 ein. Es ist möglich mehrere gleichartige Leiterplatten in einem System zu betreiben, auch ohne Eingriffe auf diesen Leiterplatten vorzunehmen.
Das Modul verwendet das Strukturbyte DA hex.

Details , Schaltplan
Technische Daten:
E/A-Anschlüsse:   6 Ports mit je 8 E/A-Leitungen wahlweise
     als Ein- oder Ausgang programmierbar
58 poliger Steckverbinder 
TGL 29331/03-7
  4 Ports vollständig mit Quittungsleitungen
     herausgeführt
     TTL-kompatibel (UB 855)
Steckverbinder:
Betriebsspannung:
Stromaufnahme:
Eingangslast:
direkt 58-polig, KC85-Bus (VEB MPM)
5 Volt , ± 5%
ca. 300 mA (maximal)
maximal 1 LS-TTL-Last

Die sechs Ein- und Ausgabeports werden durch die drei Schaltkreise UB 855 realisiert. Bei 4 Ports ist die vollständige Quittungslogik zugänglich. Ansonsten ist der gesamte Funktionsumfang des UB 855 D verfügbar.

Zu diesem Modul gab es kein offizielles Handbuch. Die vollständigen Konstruktionsunterlagen, einschließlich der Beschreibung für den Anwender sind auf Zeichenblättern abgelegt.
Bilder mit freundl. Genehmigung: Kai O.

Die Eingangsleitungen des KC-Busses werden über Negatoren der Schaltkreise getrieben, falls sie eine LS-TTL-Last treiben müssen.
Mit dem Signal MEI wird über den Schaltkreis D11 die PIO-Auswahl "gestört", womit eine Prioritätskette möglich ist. Diese gewährleistet, daß nur die höchst priorisierte aktive Leiterplatte über bestimmte Adressen erreichbar ist.
Welche PIO angewählt wird, bestimmen die Adreßleitungen A3 und A2, während A1 und A0 direkt an den PIO´s anliegen und die Auswahl über Steuer- und Datenwort bzw. Port A oder B vornehmen. Um die Möglichkeiten des Vektorinterrupts der PIO´s nutzen zu können, sind die PIO´s in die IEI-IEO Prioritätskette des KC-Systems eingebunden.

Die höchste Priorität hat PIO1 gefolgt von PIO2 und PIO3.
Die Beschaltung der PIO-Schaltkreise erfolgt mit den Signalen des KC-Busses entsprechend den Anforderungen.
Das Signal /M1 für die PIO´s wird durch /N1 oder /RESET des KC-Busses gebildet, so daß bei einem System-RESET auch die PIO-Ports zurückgesetzt werden.
Die Portleitungen der PIO-Schaltkreise sind direkt über den Steckverbinder X0 01 zugänglich. Auf der Modulleiterplatte ist keine Schutzbeschaltung vorhanden. Diese muß nötigenfalls extern realisiert werden. Die Portleitungen sind jedoch mit Widerständen beschaltet.

Mit dem SWITCH-Kommando können über Datenbit 2 diese Relais geschaltet werden. Mit der Modulsteuerung ist es möglich, das Modul inaktiv zu schalten.

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