D004 Floppy Disk Handbücher   Minimalsystem   Maximalsystem   FD Basis   FD Drive Preis: 20.12.1989   3858,75 Mark     05.07.1990  226,- DM

Ein Floppysystem für den KC85 wird gebildet durch den Verbund von FLOPPY DISK BASIS und minimal einem FLOPPY DISK DRIVE. An einer DISK BASIS können maximal vier DISK DRIVE angeschlossen werden. Im Inneren der Basis werkelt eine eigene U880-CPU mit 4 MHz. Durch verwenden von RAM-Modulen kann man die RAM-Disk bis auf maximal 4080 KB erweitern. Die RAM-Disk hat den Laufwerksbuchstaben A: und arbeitet mind. sechs mal schneller als das Diskettenlaufwerk. Oben im Bild auf den Geräten zu sehen, der DEVICE CONNECTOR und das Kabel zum Anschluß einer Disketteneinheit an die DISK BASIS.
Im  5¼ Zoll Diskettenlaufwerk des Types K5601 , Laufwerksklasse MFS 1.6 steckt eine Tranportsicherung aus Pappe.

War der Preis für die Grundausstattung (KC85/4 Basis Device und LCR-Data) schon beinhart, so war der Preis für ein Floppy-System, Thors Hammer.
Das Handbuch für den Programmierer wurde auch noch mit 21,50 Mark extra bezahlt. Im Vergleich dazu fand dann der "billige" Ausverkauf kurz vor dem "DM-Einfall" statt und läutete sehr schnell den produktiven Untergang, des genial modularen Systems ein.

Das FLOPPY-SYSTEM bestehend aus FLOPPY DISK  BASIS und einem FLOPPY DISK DRIVE, wurde extra bestellt, anbei mehrere Fragebogen ausgefüllt.
Zum Abholen erhielt man eine Nachricht mit Termin und Ort.

Hier war es z.B. in 5020 Erfurt, Juri Gagarin Ring 29. Am 20.12.89, im Applikationszentrum bis 13:00 Uhr abzuholen. Die Wartezeit betrug ca. acht Wochen. Nach Auskunft der Verkäuferin war dieses Gerät das Fünfte welches dort an eine Privat- person ausgegeben wurde.
Der Gesamtwert von 3880,-Mark entsprach zu dieser Zeit ca. 820 Arbeitsstunden (Netto im Durchschnitt).
Verpackungsdetails , auf Bild klicken
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Der  DEVICE CONNECTOR

Zur Orientierung gibt es für die PC-Betriebsart Aufleger für die Standardtastatur. Sie bestehen aus durchsichtigen Kunststoff mit farbig aufgedruckten Zeichen, u.a. auch Steurcodes für Programme dieser Betriebsart.
Folie 1 oben, darunter Folie 2.

Diese Tastatur kann man per Software in den Computer- oder Textmodus schalten.

Die Systemdiskette, rechts daneben die Transportsicherung für das Diskettenlaufwerk. Das Kuriosum: In der DDR gab es offiziell, für Mark der DDR, nirgends Disketten zu kaufen. Entweder man hatte DM für den Intershop oder einen guten Bekannten der so etwas, wie auch immer besorgen konnte. Beim Entgegennehmen des Floppy-Paketes im Applikationszentrum Erfurt wurde von der Verkäuferin schnippisch darauf hingewiesen:  "Man möge sich Disketten gefälligst irgendwie selber beschaffen".

Handbücher:   (auf Abbildung klicken, pdf: Manual  2,94 MB , HB für den Bediener  864 KB , HB für den Programmierer  702 KB)           Seitenanfang

Diese Handbücher wurden mit zum Floppysystem ausgegeben. Das Handbuch für den Programmierer gab es optional dazu und war extra zu bezahlen. Möglicherweise ein Grund dafür, warum es relativ selten zu finden ist. Die Originalgrößen betragen 14,5 x 20,4 cm für den Manual und 14,5 x 20,8 cm für die anderen beiden Handbücher. Durch den Zuschnitt konnte die Breite variieren (ca. -1mm). Mitgeliefert wurden auch die "Bedienhinweise und Ergänzungen zum D004" und das Handbuch zum Textprozessor.
Die Verwendung von hochwertigen, "luxuriösen" Papier, durfte man allgemein seit ca.1988 von "staatswegen" her, eher nicht mehr erwarten. So sahen die nagelneuen Handbücher schon etwas vergilbt aus und die Farben scheinbar mit einem Grauschleier überzogen. Auch sehr gewöhnungsbedürftig die kleine Schrift in COURIER. Fast ärgerlich, wenn man die Handbücher häufig zum Nachschlagen benötigt.

Schaltplan  * pdf  20,9 MB , mit
freundl. Genehmigung  Guido S.
Vorbildlich sind jedoch, die bis ins Detail gehenden Beschreibungen. Es sind Schritt für Schritt- Anleitungen die zum Verstehen beitragen. Jedem Interessierten ist es so möglich, sich die komplexen Zusammenhänge zu erschließen und sein KC-System zu verstehen.
Derartig ausführlich, kompakt und didaktisch strukturierte Beschreibungen gibt es so heute nicht mehr oder zumindest sehr selten und teuer.
weitere Handbücher:
Bedienhinweise D004         *  pdf  176 KB
Beschreibung SDCOPY     *  pdf  11,4  KB
TPKC Handbuch v. MPM *  pdf  903 KB
Floppy Disk Basis  =>  Innenansichten
Das Minimalsystem

So sieht ein Minimalsystem des KC85/4 aus. Zu dem einen Diskettenlaufwerk wird unter MicroDOS eine kleine RAM-Disk angelegt. Da dieser Verbund aus zwei Systemen (CPUs, RAM) besteht werden zwei 16 KB Segmente des Grund- gerätes für ein RAM-LW genutzt. Die nutzbare Größe beträgt ohne weiter RAM-Module 30 KByte. 
Es ist auch ein Multiprozessorbetrieb möglich. Während unter COAS etwas berechnet wird, kann unter MicroDOS weiter gearbeitet werden.
Zweckmäßig ist es die RAM-Disk durch den Einsatz von Modulen zu vergrößern. Im einem günstigen Fall sollte sie mind. das Volumen einer normalen Diskette von MicroDOS erreichen, etwa 800 KB. Damit ist dann ein komfortables arbeiten, auch für den Heimanwender möglich. 
Durch MicroDOS ist die Nutzung der Programme für die 8bit PC's (SCP) für den Heimanwender möglich. (TP, Redabas, KP, Programmiersprachen unter SCP).

Das Maximalsystem

So sieht beispielsweise eine von vielen Möglichkeiten, eines funktionell konfigurierten KC85-Systems aus: Ein BASIS DEVICE, zwei BUSDRIVER, eine FLOPPY DISK BASIS und vier FLOPPY DISK DRIVE. Diese können auch auf die FLOPPY BASIS (links) gestellt werden, es entsteht dann ein stattlicher KC-Turm. Die Ausbaufähigkeit ist so keinesfalls erschöpft. Durch den Einsatz / Wechsel spezieller Module ist der Spielraum eines KC85-Systems fast unbegrenzt.
Durch Verwendung einer kleinen Adapterplatine können auch 3.5 Zoll Floppys vom Laien ohne großen Bastelaufwand genutzt werden. Diese Floppylaufwerke sind kompatibel zum SHUGART-BUS und lassen sich per Jumpereinstellung konfigurieren.
Dem Grundgerät sieht man es äußerlich nicht an. Es ist ein KC85/4@5. Also quasi ein KC85/5, aufgerüstet mit 256KB RAM und dem CAOS 4.4 Betriebssystem. Zusätzlich zum HC-BASIC befinden sich in dem jetzt 32KB großen EPROM: KC-EDAS, FORTH V.1.6, KC-DEBUGGER.Links oben befindet sich ein schwarze Modulschachtabdeckung. Das Geheimnis dahinter ist eine am GIDE als Slave angeschlossene 64MB CF-Card. Ebenfalls eingebaut eine 2.5 Zoll Festplatte als Master, von der werden ebenfalls 64 MB genutzt. Möglich ist das Alles durch die Nutzung des Betriebssystem ML-DOS. Die Betriebssysteme CAOS 4.4 und ML-DOS ergänzen sich in idealer Weise und bieten geradezu einen unglaublichen Komfort. Gestartet wird nach dem Einschalten automatisch von der Festplatte. Die Festplatte arbeitet fast genau so schnell wie eine RAM-Disk. CF-Karten sind etwa 15% langsamer als die Festplatten.
Im ersten Schacht des BUSDRIVER (Modul über dem M003 V.24) steckte eine Neuentwicklung des KC-Clubs. Das M035x4, ein RAM-Modul mit der Kapazität von 4MB ! D.h., ein gigantisches RAM-Laufwerk Unter CAOS wirkt der große RAM sich günstig auf Programme wie UNIPIC aus.

Etwas Bastelarbeit fällt noch an, da die CF-Karte in einem Modulgehäuse eingebaut werden soll. Im Inneren der DiskBasis wird über den regulären Modulschacht eine Pfostenbuchse aufgesetzt mit einer Verbindung zum GIDE. Das Gegenstück dazu im Modulgehäuse (Kupplung). So bietet sich die Möglichkeit diesen letzten Schacht in der Prioritätskette, wahlweise auch wieder für die KC-Standardmodule zu verwenden.                    Seitenanfang

Zum kompletten Lieferumfang des D004 Floppy-Systems gehören:

1 Gerät  FLOPPY DISK BASIS
Dokumentationen: 
   - Manual 
   - Handbuch für den Bediener 
   - Handbuch für das Textverarbeitungssystem TPKC.COM 
1 Device Connector (Steckverbinder zur Gerätekopplung) 
2 Tastaturaufleger: 
   - für den Computermodus der Tastatur 
   - für den Schreibmaschinenmodus der Tastatur 
1 Systemdiskette (D004-Diskette) mit folgendem Inhalt: 
   - Betriebssystem der PC-Betriebsart: MicroDOS 
   - Programm zum Einrichten einer CAOS-Diskette für die CAOS-Betriebsart: CAOSDISK.COM 
4 Programme der transienten Betriebssystemkommandos der PC-Betriebsart: FORMAT.COM, MSYSG.COM, PIP.COM, STAT.COM 
1 Kaltstartkommandodatei: INITIAL.SUB 
6 Druckertreiberdateien: K6313.LST, K6311.LST, K6304.LST, S3004.LST, S6005.LST, S6010.LST 
1 Koppeltreiberdatei: V24H12.KOP 
2 Programme zur Initialisierung der Tastaturmodi: COMPUMOD.COM, TYPEMOD.COM 
1 Empfangsroutine: KCEMPF.COM 
1 Senderoutine: KCSEND.COM 
1 Textverarbeitungssystem mit den Dateien: TPKC.COM, TPDRUCK.OVR, TPHT.OVR, TPOVL0.OVR 
1 Installationsprogramm zum Textverarbeitungssystem mit den 3 Dateien: TPINSTD.COM, TPINSTD.000, TPINSTD.001, TPINSTD.002 
1 Ergänzungsbeschreibung zum Handbuch für das Textverarbeitungssystem: TP.TXT 
3 Beispieldateien zum Test der Druckerinstallation im Textverarbeitungssystem: TPI1-2.TXT, TPI05.TXT, TPIDAISY.TXT 
Garantieurkunde 
Verzeichnis der Vertragswerkstätten

1 Gerät  FLOPPY DISK DRIVE
1 Verbindungsleitung zur FD-Interface-Kopplung 
Garantieurkunde 
Verzeichnis der Vertragswerkstätten
Weiterführende Literatur und die Serviceanleitungen gibt es auf der KC-Club Homepage.
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